Wir wollen Krieg!

Deutsche Medien und Politiker sowie hochrangige NATO- Repräsentanten verbreiteten nachweislich brisante Falschmeldungen. Twitter- Meldungen von 2 englischen Journalisten zufolge sollte angeblich ein russischer Militärkonvoi die Grenze zur Ukraine passiert haben. Diese unbestätigten Behauptungen wurden von westlichen Medien aufgegriffen und als Schlagzeilen verpackt der Öffentlichkeit präsentiert. Selbst Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bestätigte diese Meldung ebenso wie ein ukrainischer Militärsprecher.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko scheute sich nicht davor, der Lügenmär noch eine dreiste Pointe zu verpassen. Laut seinen Aussagen hätte das ukrainische Militär sogar jenen russischen Militärkonvoi weitgehend zerstört…

Quelle: salzburg.com

Quelle: salzburg.com

 

 

 

 

 

 

 

 

Den angeblichen Militärkonvoi hat es nie gegeben. Es gibt weder Bild- noch Videobeweise dafür, auch keine Beweise für den mutmaßlichen Abschuss von etwa zwei Drittel jener Militärfahrzeuge, wie Poroschenko behauptete. Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel…

Welches Fazit wird daraus gezogen? Im Prinzip keines, obwohl solche Meldungen in der aktuellen Situation hochgradig gefährlich sind. Damit beschwört man Kriege herauf, liebe Medien und Politiker. Obwohl Bundeskanzlerin Merkel unmittelbar nach diesem erfundenen Vorfall mit Poroschenko telefonierte, verzichtet man auf eine Richtigstellung. Auch die Medien ziehen ihre falsche Berichterstattung nur zaghaft zurück.

 

Im Osten der Ukraine droht eine weitere Eskalation: Trotz aller Warnungen aus Kiew drangen russische Militärfahrzeuge in der Nacht zum Freitag über die Grenze in die Ukraine ein, worauf die ukrainische Armee nach Angaben der Präsidentschaft in Kiew mit Artilleriebeschuss reagierte.

 

So titelte u.a. der Stern noch am 15. August 2014: http://www.stern.de/politik/ausland/konflikt-in-der-ostukraine-ukrainisches-militaer-greift-russische-armee-an-2131298.html

Nichts davon entsprach der Wahrheit. Ein erforderliches Dementi bleibt aus. Andere Medien, wie SpiegelOnline räumen immerhin Fehler ein.

Freitagabend mussten Zuschauer und Leser im Westen glauben, in der Ostukraine sei der Casus Belli erreicht: Eine Meldung von der teilweisen Vernichtung eines „russischen Militärkonvois“ auf ukrainischem Gebiet durch die ukrainische Armee machte die Runde. Auch SPIEGEL ONLINE griff die Nachricht auf und sprach von einem Angriff auf den Militärkonvoi. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen „bestätigte“ in seiner wie üblich vorpreschenden Art sofort den „Einfall“ der russischen Armee in die Ostukraine. Die Amerikaner sprachen ebenfalls von einer „russischen Militärintervention“. Weltweit rutschten die Börsenkurse ab.

 

Weder Poroschenko noch Rasmussen werden zur Rechenschaft für Lügen und Dilettantismus gezogen. Interessant wäre gewesen, wie man auf einen ähnlichen Lapsus von Wladimir Putin reagiert hätte? Ohne Putin und seine eigene Propaganda in Schutz nehmen zu wollen, wer so offensichtlich der Lüge und Kriegshetze überführt wird, sollte Konsequenzen erwarten müssen. Aber tatsächlich wird dieser Fall kollektiv unter den Teppich gekehrt.

Die westlichen Staaten sowie ihre Leitmedien müssen sich nicht wundern, wenn man sie als Lügner und Betrüger betitelt, denn sie haben diese Einschätzung nun nachhaltig bestätigt. Zu Recht müssen sie sich gefallen lassen, als Kriegstreiber zu handeln. Wie könnte man diesen Vorfall anders bewerten, insbesondere nach den Reaktionen nach der Erkenntnis, dass jener Zwischenfall sich nie ereignete…?

 

 

 

 

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