Hört endlich mit der Kriegshetze auf!

Wenn die Medien diesseits oder jenseits des 37. Längengrades (etwa bei Donezk, Ukraine) jeweils ihre eigene Propaganda zu den Konfliktherden in der Ost- Ukraine oder im Gaza- Streifen entsprechend gefiltert und komprimiert in die Schädel der Menschen hämmern, wird die Situation dadurch keineswegs entschärft. In Zeiten der globalen Vernetzung suchen sich die Menschen online jene Wahrheiten, die ihnen am besten in die eigene Ideologie passen, selbst heraus. Die Folgen sind bisweilen fatal.

Ungefiltert überfluten Informationen jene Nachrichtenkonsumenten und leider befinden sich darunter auch etliche Falschmeldungen, zum immer größer werdenden Teil sogar bewusst manipulierte. Einen solchen augenscheinlichen Videobeweis für die angeblich vorsätzliche Ermordung der Zivilbevölkerung im Gaza- Streifen durch israelische Soldaten habe ich hier zu  analysieren versucht:

Ich möchte darauf hinweisen, dass das gezeigte Videomaterial für Kinder absolut ungeeignet ist und meine Analyse der dort gezeigten Vorfälle keinesfalls der Wahrheit entsprechen muss. Auch distanziere ich mich von jedweder Sympathie bzw. Antipathie zu irgend einer Seite der Konfliktparteien. Dieses Video dient ausschließlich beispielhaft zur Sensibilisierung der Leute, die sich solches Material ansehen und sich womöglich eine Meinung aufgrund manipulierter Informationen bilden. Es wäre wünschenswert, wenn die Medien sich auf ihre eigentlichen Aufgaben besinnen und die Menschen neutral über derartige Vorfälle aufklären würden. Den deutschen Medienvertretern fehlt der Mut, sich mit solchen Informationsquellen sachlich und kompetent auseinander zu setzen…

Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=sBakqLUBWP0&feature=player_detailpage

Auffällig erscheint, dass die Protagonisten vor bzw. hinter der Kamera wechselweise englisch und arabisch reden. Das muss nichts bedeuten, wirkt aber in dieser spannungsgeladenen Situation merkwürdig. Zunächst scheint es so, als wollte jemand die Zustände in Gaza dokumentieren. Im weiteren Verlauf scheint die Lage immer gefährlicher zu werden, ohne dass dies die Akteure scheinbar beeindruckt. Wenn die Situation sich derart dramatisch verändert, ist kaum noch jemand in der Lage, sich auf das Filmen zu konzentrieren und würde wohl um Leib und Leben besorgt sein. Israelische Soldaten sind übrigens zu keiner Phase zu erkennen.
Minute 2:00

Im Video sieht man links kurz im Bild den Mann mit dem grünen Shirt. Man beachte, dass dort eine Hauswand entlang die linke Seite abschließt! Die Kamera (wahrscheinlich Handy) schwenkt dann schnell mindestens um 90 Grad nach rechts.

Minute 2:11

Man sieht eine schwarz gekleidete Frau, die die Hände mit den Handflächen nach oben vor sich hält. Wichtig – im Hintergrund sieht man 3 Männer in gelben Warnwesten !?! Dann hört man einen Schuss und die Kamera schwenkt zurück. Der Mann in grünen Shirt taucht unmittelbar vor der Kamera auf, der Rückschwenk war allerdings keine 90 Grad mehr.

Minute 2:23

Er ist demnach vor den Filmenden getreten, ausgerechnet im Moment des Schusses. Erstaunlich ist (zumindest für mein Empfinden), dass in dieser Situation niemand in Deckung geht, was bei mir reflexartig geschehen wäre.

Minute 2:24

Das Kamerabild wird zwar kurz verschwommen, aber erstaunlicherweise hat sich die Kameraposition in keiner Weise geändert. Zumindest der Kameramann ging nicht in Deckung, obwohl der vermeintlich Getroffene unmittelbar vor bzw. neben ihm stand.

Minute  2:27

Ab hier ändert sich die Szene erheblich. Der Mann im grünen Shirt liegt plötzlich in den Trümmern und schaut auf sein Handy. Für jemanden, der gerade von einer Kugel getroffen wurde, ist nicht nur dieses Verhalten ungewöhnlich. Er liegt auch einige Meter weit weg und zwar untypisch für jemanden, der gerade angeschossen wurde. Insbesondere, dass er nun parallel zur Kamera liegt, die sich im Prinzip nicht nach vorn oder hinten weg bewegte, sondern nun wieder nach rechts schwenkte. Auffällig ist der gelbgrüne Nylonsack, der nun plötzlich im Bild liegt. Dass die Kameraposition wieder an der Stelle war, wo sie zuvor (2:11) die Hände der Frau zeigte, erkennt man an der Perspektive wieder und besonders, dass die 3 Personen mit den gelben Westen erneut im Bild sind. Eindeutig ist die Kameraposition jetzt wesentlich weiter vorn, denn die 3 Männer in den Warnwesten sind nun größer. Das sind schätzungsweise 10 Meter, die offensichtlich fliegend im Bruchteil einer Sekunde überbrückt wurden und zwar vom Angeschossenen und vom Kameramann.

Minute 2:37

Jetzt fällt der 2. und 3. Schuss, während das Verhalten des Mannes im grünen Shirt durchaus merkwürdig erscheint. Wie ein Verletzter wirkt er nicht (da kann ich mich auch täuschen) und scheint hauptsächlich um sein Handy besorgt zu sein.

Minute 2:46

Jetzt sieht man dann auch wieder die Männer in den gelben Warnwesten, die offensichtlich Hilfskräfte sind und in den Trümmern suchen. Erstaunlich, dass diese Leute so gelassen ihrer Arbeit nachgehen, während vor ihren Augen jemand mit 3 Schüssen erschossen wurde. Sie scheinen sich daran überhaupt nicht zu stören, was da in ihrer unmittelbarer Nähe geschieht.

Minute 3:00

Augenscheinlich ist der Mann im grünen Shirt tot (?), die Kamera läuft unaufgeregt weiter und auch die 3 Rettungskräfte im Hintergrund stören sich nicht an der offensichtlich so gefährlichen wie entsetzlichen Situation. Von Hilfeleistungsversuchen ist keine Spur, weder von den Begleitern des vermeintlich getroffenen noch von den 3 Männern in Warnwesten…

Mir ist vollkommen bewusst, dass ich hiermit spekuliere und keineswegs beweisen kann, dass diese „Exekution“ inszeniert war. Ich möchte auch die Grausamkeiten im Gaza- Streifen damit nicht relativieren. Eines ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Mit solchen Videos, ob nun manipuliert, inszeniert oder tatsächlich authentisch, erwirkt man keine Deeskalation, sondern nimmt bewusst weitere Aggression in Kauf. Auf diese Weise kommt man dem Frieden kein Stück näher, sondern schürt Hass, der sich dann wieder an anderer Stelle entlädt. Wer so etwas macht, treibt die Spirale der Gewalt voran.

Täglich kursien solche und ähnliche Videos vorwiegend durch die sozialen Medien. Sie wirken auf den ersten Blick authentisch und oft geben sie sogar die Realität wider. Leider konnten inzwischen etliche angebliche Beweise für oder gegen irgend welche Ereignisse als Manipulationen entlarvt werden. Manchmal reicht es aus, entscheidende Szenen einfach zu unterschlagen, um einen völlig anderen Eindruck der Geschehnisse zu erzeugen. Ein Paradebeispiel für eine derartig manipulative Berichterstattung lieferte kürzlich das Bild eines prorussischen Separatisten, der eine Stoffpuppe demonstrativ in die Kamera hielt, die offensichtlich einem Passagier des Unglücksflugs MH-17 zuzuordnen ist.

 

Das Bild allein lässt Raum für diverse Interpretationen, die auch von vielen Journalisten entsprechend zelebriert wurden. Es gibt auch Szenen, die danach zeigen, wie sich der „Soldat“ bekreuzigt, als er das Stofftier wieder zurück legte. Die Eindrücke könnten nicht unterschiedlicher sein.

Ich würde mir wünschen, dass die Berichterstattung umfassender und konkreter durchgeführt würde. Den Journalisten lastet eine große Verantwortung auf den Schultern und nicht selten fällt es schwer, zu glauben, was man serviert bekommt. Zu oft wurden die Menschen belogen und betrogen.

Mir bluten die Augen, die Ohren dröhnen und mir zerreißt die Seele, sodenn es sie geben sollte, wenn ich ohnmächtig ansehen muss, wie die Menschen sich gegenseitig sinnlos zerfleischen. Ob in Syrien, in der Ost- Ukraine oder im Nahen Osten, einen wahrhaften Grund, weshalb sich die Menschen gegenseitig hassen und töten, kann ich nicht erkennen. Die Bestie scheint entfesselt…

 

Direktlink: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xLdRBaL4-wU

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