8 Lügen über die Piratenpartei

Die noch relativ junge Piratenpartei muss seit ihrer Gründung mit erheblichen Imageproblemen kämpfen. Das wäre im Grunde nicht ungewöhnlich, wenn eine Partei radikale Positionen vertritt oder durch Skandale auf sich aufmerksam macht. Dieses Los teilen sich mehr oder weniger alle Parteien, meist auf einzelne Protagonisten zurückzuführen, die eben als amts- oder Mandatsträger negative Schlagzeilen lieferten. Bei den Piraten manifestierten sich aber darüber hinaus etliche Imageverluste aufgrund falscher Berichterstattungen oder irreführenden Interpretationen. Hartnäckig halten sich manche Gerüchte und richten damit großen Schaden an.

1. Die Piratenpartei unterstützt Kinderpornographie und behindert deren Bekämpfung

Das politische Hauptthema der Piraten ist die größtmögliche Freiheit im Internet für die Nutzer, was auch die Möglichkeit der Verbreitung von Kinderfolterdokumenten (im Täterjargon „Kinderpornographie“ genannt) einschließt. Gleichzeitig wehrt sich die Partei gegen polizeilichen bzw. staatsanwaltlichen Zugriff auf das Internet, was eben auch die Ahndung der Herstellung und Verbreitung von Kinderfolterdokumenten erschwert oder unmöglich macht. Unter dem Vorwand der Angst vor Zensur vertritt die Piratenpartei genau die gleichen Interessen wie pädokriminelle Täter….

Quelle: http://netzwerkb.org/2012/03/16/warum-die-piratenpartei-fur-padokriminelle-interessant-ist/

Solche oder ähnliche Berichte über die Piratenpartei kreisten sowohl durch die sogenannte Qualitätspresse wie auch durch viele Blogs. Das Beispiel stammt übrigens vom 16. März 2012, also nachdem die Kinderpornographie- Debatte längst aufgeklärt war. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass allein die Piratenpartei konsequent die falsche Vorgehensweise bei der Bekämpfung der Kinderpornographie kritisierte und die einzig sinnvolle Methode, nämlich das Löschen, welches von IT- Fachleuten und Netzaktivisten vorgeschlagen wurde, vehement unterstützte. Dass im Gegenteil die beiden großen Volksparteien CDU/CSU und SPD lange Zeit und unbeirrbar mit Netzsperren deutlich mehr die Pädokriminellenszene in Schutz nahmen, wird gerne unterschlagen. Heute will kaum ein Abgeordneter der damaligen großen Koaltion gerne auf seine Zustimmung zu diesem fatalen Zugangserschwerungsgesetz angesprochen werden, zu peinlich könnte eine Rechtfertigung werden…

2. Die Piratenpartei unterstützt Rechtsextremismus, Kinderpornographie, Zoophilie und etlichen Firlefanz mehr.

… So lange die Piratenpartei solche Meinungen wie die von Thiesen zulässt und zudem nicht offiziell Stellung zu dieser Thematik bezieht, bleibt sie für Pädokriminelle interessant. Ob als wählbare Partei oder gar für eine aktive Mitgliedschaft. Es würde uns nicht wundern, wenn demnächst aus irgendeiner Piratenecke der Ruf nach der Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Kindern laut würde.

Der böswillige Blogartikel von netzwerkb.org steht auch Pate für solche Pauschalverleumdungen. Man fischt einfach niedergeschriebene Meinungen von Leuten, die nicht einmal unbedingt Mitglied in der Piratenpartei sein müssen, aus öffentlich zugänglichen Onlineplattformen wie Wiki, Pads oder Foren.

Leider hat es die Piratenpartei versäumt, flächendeckend folgende Kennzeichnung anzubringen:

HINWEIS: Die AG XYZ ist eine Arbeitsgruppe der PIRATENPARTEI DEUTSCHLAND. Alle nicht speziell gekennzeichneten Aussagen und Meinungen sind bisher weder offizielle Aussagen der Partei noch von den Mitgliedern insgesamt legitimiert.

Solange nicht explizit ein Artikel als offizielle Position der Piratenpartei gekennzeichnet ist, muss man davon ausgehen, dass es eben nicht so ist. Öffentlich zugängliche Systeme, die nicht allein für Piraten als Plattform zum Meinungsaustausch dienen, dürfen nicht als Parteimeinung interpretiert werden. Wer bitte würde die CDU verantwortlich machen, wenn ein Neonazi mit einem CDU- Kugelschreiber Hetzparolen verfassen würde?

3. Die Piratenpartei will das Urheberrecht abschaffen.

Mario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler warnen in einem offenen Brief vor der Abschaffung des Urheberrechts. Binnen kurzem haben sich ihnen mehr als 1400 Kollegen angeschlossen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kuenstler-schreiben-offenen-brief-fuer-das-urheberrecht-a-832538.html

Beinahe unendlich viele Quellen im Netz findet man, wo angeblich die böse Piratenpartei mit der Forderung nach Abschaffung des Urheberrechts eine ganze Branche ruinieren möchte. Viele betroffene Urheber sind auf die Falschmeldungen von Springer- Presse & Co. hereingefallen. Obwohl inzwischen mindestens genauso viele Artikel durchs Netz schwirren, die richtigstellen, dass die Piraten lediglich eine Reform des für im Grunde allen Menschen zu komplizierten Urheberechts geht, haftet ihnen der Imageschaden an. Ich gehe die Wette ein, dass ich bei mindestens 2 von 3 Leuten Urheberrechtsverletzungen auf ihren digitalen Speichermedien oder ihren Online- Aktivitäten nachweisen würde. Das Urheberrecht ist so kompliziert, dass die meisten Leute gar nicht bemerken, dass sie dagegen verstoßen. Hier möchte die Piratenpartei ansetzen und auch eine Schieflage zwischen Verwertern und Urhebern korrigieren. Die rasante Entwicklung digitaler Medien hat das bestehende Urheberrecht überrollt. Man muss es für alle Beteiligten sinnvoll umgestalten…

4. Die Piratenpartei will Drogen zur frei erhältlichen Ware machen.

Die Piratenpartei hat sich auf ihrem Parteitag in Offenbach mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für die Freigabe aller Drogen ausgesprochen.

Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/piraten-wollen-alle-drogen-freigeben-1.2627631

Dass derartige Falschmeldungen allein in Überschriften genügen, um die Massenverblödung voranzutreiben, praktiziert die auflagenstärkste Tageszeitung ziemlich erfolgreich. Im Artikel selbst wird eine Aufklärung der wirklichen Piratenposition nur mit entlarvender Zurückhaltung vollzogen. In den Kommentaren schlägt diese Falschinformation emotionale Wellen:

Sollten wir nicht jetzt schon die Piraten als eine verfassungsfeindliche,
kriminelle Vereinigung definieren, und alle Piraten ins Gefängnis stecken? 

Man muss sich tatsächlich schon die Zeit nehmen und die Drogenpolitik der Piraten dort nachvollziehen, wo sie richtig formuliert hinterlegt ist, nämlich im Grundsatzprogramm: http://www.piratenpartei.de/politik/selbstbestimmtes-leben/drogen-und-suchtpolitik/

Wer noch nicht völlig von gewissen Massenmedien verblödet wurde, wird schnell feststellen, dass zwischen „Freigabe aller Drogen“ und „Legalisierung bestimmter Substanzen“ ein himmelweiter Unterschied besteht…

5. Piratenpartei will kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr etablieren.

Damit mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen, plädiert die Piratenpartei für kostenloses Fahren. Bei einem Aktionstag am Sonnabend in Hannover fuhren Partei-Mitglieder in blauen Westen schwarz und verteilten in den Bahnen Flyer.

Quelle: http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/piraten-kostenloser-nahverkehr_a_2,0,724116851.html

Hier wird schlichtweg kostenloser ÖPNV mit fahrscheinlosem ÖPNV gleichgesetzt. Letzteres kann zwar im günstigsten Fall tatsächlich für den Reisenden kostenlos erscheinen, muss aber trotzdem irgendwie finanziert werden. Hierzu gibt es verschiedene Modelle, die entweder steuerfinanziert werden oder sonst wie subventioniert werden. Ein Beispiel, wie ein solches Modell erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt die belgische Stadt Hasselt: http://de.wikipedia.org/wiki/Personennahverkehr_in_Hasselt

6. Der Klassiker: Die Piraten haben kein Programm.

Aber haben sie wenigstens ein Programm? „Nein“ lautet die klare Antwort von Stephan Klecha vom Göttinger Institut für Demokratieforschung.

Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/lebt-die-piraten-partei-vom-programm-oder-vom-protest-23600176.bild.html

Diese interessante Feststellung von Dr. Stephan Klecha von der Universität Göttingen war selbst am 12. April 2012, als die Bild- Zeitung dieses Statement genüsslich zelebrierte , bereits falsch. Ein Parteiprogramm, welches noch nicht alle erdenklichen politische Themenbereiche abdeckt, verliert ja nicht die Existenz dadurch. Erstaunlich ist jedoch der sich wiederholende Ruf derer nach einem Programm, welche selbst nur inhaltsleere und bestenfalls unkonkrete Parteibücher besitzen, die sie womöglich selbst nie gelesen haben. Hätten Sie das nämlich, wäre ihnen die eigene nichtssagende Wortsuppe den offenen Mund hinausgelaufen. Parteiprogramme besitzen bei den Wählern quasi keine Relevanz, denn so gut wie niemand hat sie gelesen und richtet seine Entscheidung nach diesen Pamphleten. Letztendlich werden die nobel klingenden Worthülsen sowieso schnell vergessen, wenn Koalitionsverträge höhere Priorität erlangen. Zum Vergleich mal eben die verschiedenen Programme anhand ihrer Seitenzahlen (ergibt keine Aussage über die Qualität):

7. Der politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader, ist ein Sozialschmarotzer.

Johannes Ponader

Johannes Ponader

Piratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV – und neuerdings auch von Spenden. Das empört die Basis. Der Fall offenbart die Unfähigkeit der Partei, sinnvolle Debatten zu entfachen. Das könnte sie den Einzug in den Bundestag kosten.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-zum-wirbel-um-pirat-johannes-ponader-basis-frisst-fuehrung-a-850937.html

Seit seines antikonservativen Auftritts in der Talkshow von Günter Jauch, wurde Johannes Ponader zur medialen Zielscheibe vieler Redaktionen. In unserer weitgehend konservativ geprägten Gesellschaft darf offensichtlich ein Bezieher von Arbeitslosenhilfe II kein Ehrenamt, schon gar nicht in einer politischen Partei, begleiten. Das passt nicht ins vorgeformte Bild eines Hartz IV- Empfängers, der gefälligst in seiner Sozialwohnung vor dem Fernseher lümmeln soll und mit einer Flasche Bier das Vormittagsprogramm im Privat- TV verfolgen muss.

Als er dann angeblich seinen Lebensunterhalt aus Spenden bestritten haben soll, weil die Bundesagentur für Arbeit nicht tolerieren wollte, dass er als einer ihrer Kunden so viel Zeit in seine Rolle als ehrenamtlicher Vorstandspirat investierte, brachte es das Fass der öffentlichen Anstandswahrer zum Überlaufen. Nun versicherte Johannes Ponader, diese Spendenaktion abgebrochen und nie Geld davon angenommen zu haben. Bereits eingegangene Zahlungen wurden entweder an die Spender nach deren Entscheidung zurück gezahlt oder als Spende an die Piratenpartei weiter geleitet. Im Vergleich zu wirklich skandalträchtigen Aktionen anderer Politiker wirkt diese Angelegenheit geradezu lächerlich. Wenn ein Bundespräsident in seiner vorherigen Funktion als Ministerpräsident umstrittene Geschenke angenommen hat, schadet offensichtlich ein Herr Wulff seiner Partei, der CDU, mitnichten. Auch Alt- Bundeskanzler Kohl sowie der aktuelle Finanzminister Schäuble haben ihre dunklen Flecken auf so manch weißer Weste. Selbst Ex- Verteidigungsminister zu Guttenberg schaffte es nicht annähernd so durchschlagend, die Wähler seiner CSU zu verschrecken. Hingegen erfährt die gesamte Piratenpartei durch ein individuelles Fehlverhalten, erhebliche Imageschäden. Doch was wirft man Johannes Ponader eigentlich vor? Nur weil er nicht dem üblichen Bild eines Berufspolitikers entspricht und sich nicht an deren Erscheinungsbild anpassen will, ist er doch kein schlechterer Mensch…

8. Die Piratenpartei ist eine frauenfeindliche Männerclique.

Aktuell beschäftigt die Medien das Thema Sexismus, ausgelöst durch die Stern- Journalistin Laura Himmelreich, die mit ihrer Enthüllung über FDP- Spitzenmann Rainer Brüderle.

http://www.stern.de/politik/deutschland/rainer-bruederle-der-spitze-kandidat-1959408.html

Dem „Herrenwitz“ ging allerdings eine Story von Spiegel- Online Journalistin Annett Meiritz voraus, die in der Piratenpartei frauenfeindliche Tendenzen am eigenen Leib erfahren haben will.

http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html

Nun sind die Schilderungen von Frau Meiritz keinesfalls Lügen, allerdings gibt es zur Brüderle- Affäre einen wesentlichen Unterschied. Anstatt ein honoriger Parteifunktionär der FDP waren es bei den Piraten einzelne Mitglieder ohne Amt- und Mandat. Dennoch schlägt der gesamten Piratenpartei ein Sturm der Entrüstung entgegen.

Die Piratenpartei war schon immer ein Hort für verklemmte Männer, die größte Probleme mit Frauen haben. Das ist natürlich weder sexy noch wählbar.

Ich hatte bei den Piraten ja schon immer starke Zweifel, was die Übereinstimmung von Parteiprogramm und „gelebter“ Politik angeht. Diese wurden jetzt bestätigt. Für mich nicht wählbar. Bin gespannt, wann diejenigen, die entsprechende Tweets verbreitet haben, oder Sympathisanten auch noch hier im Forum über Sie herfallen. Geben Sie nicht auf und meine Hochachtung für Ihre Offenheit!

Der überwiegende Teil der Kommentare erzürnt sich an der gesamten Piratenpartei. Dass an der anschließenden Twitter- Kampagne #aufschrei gegen Sexismus maßgeblich Piratinnen beteiligt waren, sollte man nicht vernachlässigen. In der Piratenpartei wird das Thema auch sehr ernst genommen und nicht herunter gespielt, wie es in der FDP der Fall ist. Dennoch fallen die Kommentare gegen Brüderle und seine FDP deutlich freundlicher aus:

Ich denke, daß 90-95% der Bevölkerung der Meinung sind, daß dies nicht sexistisch sondern allenfalls am Rande des Geschmackvollen war. Die restlichen 10% sind anderer Meinung und das ist auch gut so in diesem, unserem föderalen Lande. Ich bin zwar kein FDP Fan, aber ich denke Rainer Brüderle sollte auf den Unsinn einen trinken und ich denke alle Politiker wäre gut beraten, künftig keine jungen Journalistinnen mehr um sich zu dulden, es sei denn bei offiziellen Anlässen mit vielen Zeugen.

Wer einmal an einer Piratenveranstaltung teilgenommen hat, ob Stammtisch oder Bundesparteitag, wird bestätigen können, dass in der Piratenpartei  nicht mehr und nicht weniger Frauenfeindlichkeit herrscht wie in anderen Parteien. Auch der Mythos einer Männerclique hat längst ausgedient bzw. hat es nie gegeben…

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19 Antworten to “8 Lügen über die Piratenpartei”

  1. paderbornverbesserer Says:

    LOL „Wählt die Piraten, denn die anderen Parteien sind auch nicht besser.“ Und der Ponader promotet den Text auf Twitter auch noch.

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    • forenwanderer Says:

      Ich habe Johannes Ponader erst auf meinen Artikel aufmerksam machen müssen, um von ihm den Absatz über ihn verifizieren zu lassen. Wenn er dann den Text promotet, macht er wenigstens mehr Wahlkampf als manch anderer. Das ist legitim und man erwartet es auch von ihm, Wahlkampf zu machen, auch wenn es nur ein simpler Blogartikel ist. Andere Politiker tun das auch, warum soll er es dann lassen?

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  2. heriag Says:

    Hier ist eher ein: „Schaut euch lieber die gesamte Partei an, bevor ihr sie wählt“ … Kennt jeder denn alle zur Wahl stehenden Parteien?

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    • forenwanderer Says:

      Letztendlich wählt man bei der Bundestagswahl eine Partei mit der Zweitstimme und einen Kandidaten mit der Erststimme. So hat man immerhin bei der Wahl auch die Wahl. Welche weiteren Parteien außer den Etablierten und den Piraten noch antreten werden, kann ich jetzt noch nicht sagen. Wähle wen du willst, denn das ist das kleine Stück demokratischer Mitbestimmung, die man dir alle 4 Jahre zugesteht!

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  3. Hassan, böse. Says:

    eigentor. enthält unwahrheiten. google ist dein freund…..

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  4. Maddy Says:

    Müsst euch nicht wundern dass jeder denkt ihr wollt alle Drogen legalisieren wenn gewisse landesverbände in pms die tschechische Politik als positivbeispiel herausstellen und dann zu einem Artikel verlinken wo ganz klar erklärt wird, dass dort nicht nur der Besitz von Marihuana sondern beispielsweise auch von Heroin in gewissen Mengen nicht mehr strafrechtlich verfolgt wird.

    Im Übrigen lässt ihr in eurer Drogen Politik einen zentralen Punkt vollkommen außer Acht. Es geht nicht nur darum Ungerechtigkeiten in der Drogen Gesetzgebung aufzuheben. Natürlich kann man nicht sagen das Nikotin gesünder wäre als cannabis. Da wird euch auch keiner widersprechen.

    Aber das ist auch nicht ausschlaggebend. Ausschlaggebend ist der volkswille den die Volksvertreter umsetzen sollen. Und cannabis ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Punkt Ende. Allein damit hat sich die Diskussion schon erledigt.

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    • forenwanderer Says:

      Nun Maddy, dann war es ja gar nicht schlecht, das richtig zu stellen. Ich behaupte ja gar nicht, dass die Drogenpolitik der Piraten die ultimative Lösung sein wird, sondern habe lediglich vollkommen falsche Interpretationen richtig stellen wollen. Man darf ja weiterhin die Drogenpolitik aller Parteien miteinander vergleichen.

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  5. Jad Says:

    „cannabis ist gesellschaftlich nicht akzeptiert.“

    BILD ist nicht die Gesellschaft, Maddy, auch wenn du das glaubst.

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  6. Marc Says:

    Man sollte sich aber auch fragen WARUM das gesellschaftlich nicht akzeptiert ist? Vor hundert Jahren war es gesellschaftlich UNDENKBAR das eine Frau wählen geht, geschweige denn einer geregelten Arbeit nachgeht.

    Wieso sollte man sich also nicht überlegen, was die Folgen der Legalisierung von Marihuana wären? Es rennen bereits genug Alkoholiker herum die wahrscheinlich rauschmäßig auf einer ähnlichen Stufe stehen. ich selbst konsumiere kein Marihuana und Alkohol nur sehr begrenzt, mir fehlt hier der persönliche Vergleich.
    Auf der positiven Seite nimmt man einem kompletten Bereich der Kriminalität schlicht die Grundlage. Und bekommt zusätzlich noch Steuergelder dafür. Ich finde, das kann man sich auch als Nichtkonsument durch den Kopf gehen lassen.

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  7. Linus Says:

    @Maddy
    1. Seit wann wollen „Volksvertreter“ den Volkswillen umsetzen?
    2. Ich glaube nicht, dass Cannabis gesellschaftlich nicht akzeptiert wird. Und wenn, dann nur weil die Gesellschaft über Cannabis nur Unwahrheiten gehört hat. Deswegen hat sich die Diskussion noch nicht erledigt.

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  8. feydbraybrook Says:

    Ich lese hier „Die rasante Entwicklung digitaler Medien hat das bestehende Urheberrecht überrollt.“ – heisst das soviel wie: alle machen es, also hat sich das Recht der Realität zu beugen?
    Weiter lese ich immer noch die simplifizierende Ansicht, dass das Kopieren eines mp3s das geklonte Werk nicht zerstört. Dazu kann ich nur sagen, dass mit der Konsumption des mp3s auch die Arbeit des Musikers konsumiert, aber nicht bezahlt wird. Vielleicht ist das ja ein Missverständnis, dann bitte ich um Aufklärung darüber, wieso etliche Piratenanhänger genau diese Argumentation benutzen.
    http://feydbraybrook.wordpress.com/2012/04/02/frage-an-die-produktpiraten/

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    • forenwanderer Says:

      alle machen es, also hat sich das Recht der Realität zu beugen?

      Nein, das heißt es nicht. Du interpretierst da etwas hinein, was nicht da steht. Die Realität ist schlichtweg, dass Daten, sobald sie in digitaler Form vorliegen und darüber hinaus ins Internet gelangen, nicht mehr kontrolliert werden können. Das bestehende Urheberrecht kapituliert an der Globalisierung. Allein dies ist Grund genug, es zu reformieren. Damit ist nicht das Abschaffen selbigens gemeint. Das war die Aussage.

      Weiter lese ich immer noch die simplifizierende Ansicht, dass das Kopieren eines mp3s das geklonte Werk nicht zerstört.

      Das bezieht sich wohl auf den technischen Vorgang des digitalen Kopierens. Das geschieht im Prinzip verlustfrei und das Original bleibt vollständig erhalten. Es ist dann immer gerne die Rede vom Diebstahl geistigen Eigentums. Rein logisch betrachtet, ist es kein Diebstahl, weil eben das Original ohne Beschädigung im Besitz des Urhebers bleibt. Moralisch betrachtet kann daraus natürlich ein Schaden für den Urheber entstehen. Im Bezug auf einen Musiker, der sein Werk digital im Internet zur Verfügung stellt, besteht natürlich die Gefahr, dass Kopien erstellt werden (können). Illegal ist das ja noch nicht, erst wenn es gewerbsmäßig ausgeübt wird. Weshalb etliche Piratenanhänger diese Zusammenhänge falsch interpretieren, kann ich nicht sagen. Vielleicht führt uns diese Überlegung zum Ursprung zurück, dass eben das aktuelle Urheberrecht für das 21. Jahrhundert zu kompliziert ist. Im Übrigen sind es in meinem Umfeld deutlich weniger Piratenanhänger, die damit ihre Schwierigkeiten haben…

      Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen?

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      • feydbraybrook Says:

        Erstmal Danke für die Antwort.
        Grund für Reformen gibt es angesichts der Globalisierung, da gebe ich Dir recht, aber meine Schlüsse beziehen sich auf andere Formen der Abrechnung, nicht auf die Straffreiheit von Musik-Downloads.
        Was die logische Betrachtung von Besitz und Urheberschaft angeht, kommt es darauf an, welche Logik man anwendet. Wenn man Musik auf komprimierte Nullen und Einsen reduziert, dann ist das mp3 eines Liedes auf dem Rechner jedes Menschen das gleiche. Aber Musik ist mehr als Nullen und EInsen. Um Musik zu schaffen, bedarf es mannigfaltiger Fähigkeiten und Investitionen. Die siehst Du einem Binärcode nicht an, aber Du hörst es, wenn Du schlechte und gute Musik vergleichst.
        Beispiel: wenn es stimmt, dass Kopien das original nicht beschädigen, warum fotografiert niemand die Mona Lisa, stellt sie in den Louvre und verbrennt das Original?
        Und natürlich stimmt es, dass die unerlaubte gewerbliche Verbreitung von mp3s besonders verachstenswert ist, aber das heisst nicht, dass der Privatkonsum nichts kosten sollte. Dafür soll natürlich auch der kleine Konsument zahlen.
        Stell Dir vor, da macht sich einer sehr viel Mühe, und bringt mit jahrelang erworbenem Know-How die Tanzflächen überall auf der Welt zum Beben. Wieso soll das umsonst sein? Der macht das gerade, um die Masse zu erreichen, und die Masse besteht aus vielen „kleinen“ Konsumenten.
        Was die Kopien angeht: ja, ich habe auch welche. Um genau zu sein besitze ich ca 10 – 15 kopierte CDs. Demgegenüber stehen um die 350 gekaufte CDs. In diesem Umfang kann, denke ich, auch jeder Urheber damit leben. Aber davon reden die Urheber nicht, wenn sie sich beklagen. Wir reden von so Leuten wie meinem früheren Mitbewohner. Der hat damit angegeben, „2500 Stunden Musik“ auf dem Rechner zu haben, alles illegal. Alleine schon diese Reduzierung von Kultur auf eine messbare Größe von 2500 Stunden. Wenn das alles ist, was dem zu der ganzen Mucke einfällt, tut er mir leid. Aber wenigstens verstehe ich seine Denke – materialistisch bis zum geht-nicht-mehr. Die Welt, die die Menschen sich schaffen, besteht aber nicht aus Stunden, Metern, Kubiklitern usw. Die Welt kannst Du nur zu einem bestimmten Teil vermessen. Musik kannst Du zwar schon vermessen, aber nur einen kleinen Teil davon. Dann ist ein Song eben ein mp3 mit einer Länge von so und soviel Minuten und Sekunden und so und soviel MB, aber wenn es „nur“ das für manche ist, weiss ich auch nicht, wie ich so jemandem erklären soll, dass auch ein kopiertes mp3 „gestohlen“ ist. Es ist ein Teil des Urhebers, seiner Gedanken, seiner Gefühle, seines Ichs – ein Teil, den er vielleicht selbst nicht vollständig erfassen kann – und dann kommt so ein IT-Fuzzy daher und meint, er könne das besser als der Urheber selbst. Das, nichts anderes ist kopieren: Ich, der Kopierer, interessiere mich einen Dreck dafür, zu was Du, der Autor das Werk deklarierst. Für mich ist es ein komprimiertes Stück Töne, und ich kann sie kopieren, weil ich technisch dazu in der Lage bin. Also interessiert mich die moralische Seite der Diskussion nicht.

        Sorry für den laaangen Text, aber kürzer ging nicht.

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      • forenwanderer Says:

        wenn es stimmt, dass Kopien das original nicht beschädigen, warum fotografiert niemand die Mona Lisa, stellt sie in den Louvre und verbrennt das Original?

        Schlecht gewähltes Beispiel – die Mona Lisa ist ein analoges Bild. Es geht ausschließlich um digitale Kopien.

        …dass der Privatkonsum nichts kosten sollte. Dafür soll natürlich auch der kleine Konsument zahlen.

        Dafür zahlt der „kleine Konsument“ sogar, wenn er das Musikstück quasi kostenlos herunterlädt. Auf Abspielgeräte und Speichermedien werden bei Kauf bereits Abgaben an die GEMA gezahlt. Wenn zusätzlich der Download von einer kommerziellen Plattform (z.B. iTunes) geschieht, bezahlt der Kunde relativ viel für jene Bits und Bytes, die noch auf den bereits abgabepflichtigen Speichermedien archiviert werden müssen. Sogar „kostenlose“ legale Downloads (z.B. You Tube) sind mit Abgaben an die GEMA belastet, wenn auch aktuell zwischen diesen beiden ein Streit läuft. Der Konsument bezahlt also in der Regel offiziell und sogar versteckt. Wenn die GEMA diesbezüglich die Urheber nicht ausreichend beteiligt, ist das ein völlig anderes Problem.

        Stell Dir vor, da macht sich einer sehr viel Mühe, und bringt mit jahrelang erworbenem Know-How die Tanzflächen überall auf der Welt zum Beben. Wieso soll das umsonst sein? Der macht das gerade, um die Masse zu erreichen, und die Masse besteht aus vielen “kleinen” Konsumenten.

        Gutes Beispiel – das praktiziert gerade dieser Süd- Koreaner mit seinem Gangnam- Style anschaulich. Allein über die YouTube- Kliks hat er das eingebrachte Know How und Investitionen bei weitem übertroffen . Er verdient weiterhin an Auftritten und Tonträgervermarktung. Ohne das Internet wäre dieser Erfolg nie zustande gekommen. Er tat dies in vollem Bewusstsein und war sich darüber im Klaren, dass sein Video auch vielfach kopiert werden wird, seine Idee sowieso auch…

        Wir reden von so Leuten wie meinem früheren Mitbewohner.

        Ist er Pirat?
        Ich verstehe sehr gut, dass ein Urheber sein Schaffen gewürdigt sehen möchte, idealerweise auch durch finanzielle Entlohnung. Deine Argumentation beschreibt aber keinesfalls die Position der Piratenpartei zum Urheberecht, sondern mündet im Frust gegen diverse Leute, die eben das geistige Werk von Künstlern nicht schätzen.Wenn diese Leute die Urheberrechtspolitik der Piraten falsch interpretieren und sie sich passend auslegen, ist doch die Piratenpartei nicht daran schuld.
        Übrigens ist „mp3§ ein digitales Format mit hoher Komprimierungsdichte, was es ermöglichte, viele Musikstücke auf relativ geringem Speicherplatz zu archivieren. Auch dieses Format ist ein geistiges Werk. Entwickelt wurde es vom Fraunhofer Institut und ist patentiert. Es fallen auch hierbei Lizenzgebühren an, die bei Abspielgeräten und Speichermedien erhoben werden. Ein Musiker dürfte im Prinzip genauso wenig sein Lied als mp3- File abspeichern wie der Konsument es kostenlos aus dem Internet herunter lädt. Was würde es dem Musiker nützen, wenn er sein geistiges Werk ständig im Kopf behalten müsste, weil er beim Abspeichern als File gegen das Patentrecht verstoßen würde?

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  9. neuemodelle Says:

    zu Punkt 7: Ponader muss bleiben! http://neuemodelle.wordpress.com/2012/10/15/wir-sind-die-crowd-wir-funden-dich-erwarte-uns/

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  10. feydbraybrook Says:

    Digital oder analog ist völlig wurscht. Es geht um die Einzigartigkeit des Originals – darin steckt für Dumme nicht mehr als die Perfektion der Technik. Die anderen sehen darin all das, was nicht kopiert werden kann. Du kannst die Mona Lisa perfekt imitieren (analog oder digital), aber das Konstrukt Mona Lisa, das kannst Du nicht kopieren. Es ist die Gesamtheit eines vergangenen Moments und seine Wirkung auf folgende Momente und so zahlreich die Momente und Kopien auch sind: es gibt nur eine einzige wahre Mona Lisa.
    Wieso sollte ein Musiker kein mp3 nutzen dürfen, wenn er doch – ganz Deine Rede – Lizenzgebühren für Abspielgeräte, -software usw. zahlt?
    Ansonsten sei Dir noch folgendes INterview mit Klaus Kinski ans Herz gelegt, speziell ab 3:15:

    Das Publikum hat nix zu sagen, recht so. Aber es hat immer noch das Recht, die Vorstellung zu verlassen. Und genau so ist es mit der Musik: hören und zahlen oder nicht zahlen und dann aber auch weghören.

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    • forenwanderer Says:

      Digital oder analog ist völlig wurscht.

      In dieser Diskussion eben nicht. Es ist sogar essentiell, dies zu unterscheiden.

      …aber das Konstrukt Mona Lisa, das kannst Du nicht kopieren.

      Wobei dieses Konstrukt nicht in die Rubrik der Immaterialgüter fällt und somit keine Urheberrechte verletzt werden können. Lass endlich dieses völlig falsche Beispiel beiseite!

      Wieso sollte ein Musiker kein mp3 nutzen dürfen, wenn er doch – ganz Deine Rede – Lizenzgebühren für Abspielgeräte, -software usw. zahlt?

      Aus meiner Sichtweise heraus soll er das ja dürfen. Nur warum soll ein Musikkonsument nicht auch ein Musikstück nach gleichen Gegebenheiten nutzen dürfen? Selbst ein kostenloser, im Zweifelsfall womöglich illegaler Download, wird dem Künstler trotzdem über Lizenzgebühren bei Abspielgeräten und Speichermedien vergütet. Im Übrigen ist das jetzt gerade die eierlegende Wollmilchsau…

      Das Publikum hat nix zu sagen, recht so. Aber es hat immer noch das Recht, die Vorstellung zu verlassen. Und genau so ist es mit der Musik: hören und zahlen oder nicht zahlen und dann aber auch weghören.

      Diese Einschätzung teile ich überhaupt nicht. Natürlich kann ich eine Vorstellung verlassen. Bezahlt habe ich aber schon vorher für die gesamte Vorstellung und bekomme nicht anteilig mein Geld zurück. Wenn ich Musik im Radio höre, ist die auch längst per GEMA vergütet, ob ich nun abschalte oder nicht. Deine Argumentation verläuft sich in Irrationalität und schweift immer weiter vom Thema des Artikels ab.

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      • feydbraybrook Says:

        „In dieser Diskussion eben nicht. Es ist sogar essentiell, dies zu unterscheiden.“

        Nenn mir doch mal bitte auch ein Argument und nicht nur eine Meinung. Ich habe das ja mit den Werken und deren Bedeutung, die dem Original innewohnt versucht.

        „Nur warum soll ein Musikkonsument nicht auch ein Musikstück nach gleichen Gegebenheiten nutzen dürfen?“

        Weil es nicht die gleichen Gegebenheiten sind. Wenn ich meine Songs in einem Player abspiele ist das nicht dasselbe, als wenn Du meine Songs in einem Player abspielst – solange Du dafür nicht bezahlt hast.

        Ach so, das, was Du bei einem Abspielgerät oder -software bezahlst ist einmalig und somit begrenzt. Das berechtigt natürlich nicht zu unbegrenzt neuem Konsum von neuer Musik. Das ist so, als würde ein Arbeitgeber einem Arbeiter einmalig den Lohn auszahlen und ihn dann monatelang arbeiten lassen. Neuer Song = erneute Arbeit, also auch neue Kohle.

        „Bezahlt habe ich aber schon vorher für die gesamte Vorstellung und bekomme nicht anteilig mein Geld zurück.“

        Das würdest Du tun? Verdient im negativen Sinn meinen Respekt. Also so eine Theatervorstellung verlassen, dann an die Kasse gehen und das Geld anteilig zurückverlangen?
        Lachhaft.
        Aber auch sehr aufschlussreich über die Denkweise von Piraten. Anteilig, das heisst ja so inetwa: monetärer Wert = Eintritt / Gesamtzeit in Minuten * in Anspruch genommene Zeit? Das ist doch lachhaft. Du kannst so etwas Komplexes wie Kunst nicht in Minuten bewerten. Wenn das Stück im Theater funktioniert, ist es alles und wenn nicht, dann ist es nichts. Wenn Du nichts davon hattest: Pech gehabt, Du bekommst ja keine „Garantie“ oder sowas, dass es Dir gefällt.
        Ich halte das für leicht verblödet und spiessig, zu sagen: ich zahle, also will ich einen Gegenwert und den muss man auch messen können. Wie denn? Nach welchen Kriterien denn? Anzahl der Lacher pro Minute in einer Komödie?
        Milliliter Tränen in einer Tragödie?
        Sorry, das ist, ich kann es nur noch wiederholen, lachhaft und sicher auch einer der Gründe, wieso die Piratenpartei so langsam aber sicher in der Versenkung verschwindet.

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